Workshop
17. Dezember 2020

Julian Palacz Medienkünstler, Wien

Fremde Blicke & Daten-Portraits

Überwachung in der zeitgenössischen Kunst

Wir beschäftigen uns mit unterschiedlichen künstlerischen Positionen, die mit Privatsphäre und Überwachung auf verschiedene Weisen in Verhandlung treten. Es wird ein breites Spektrum an Werken vorgestellt, wir werden darauf eingehen wie sich Künstlerinnen und Künstler seit den 1970ern mit der Thematik beschäftigt haben und welche Verschiebung diese Auseinandersetzung über die Zeit erfahren hat. Es werden historische Wurzeln des heutigen Überwachungsbegriffs näher untersucht, wie die Entwicklung moderner Strafsysteme, die Einführung von biometrischen Messverfahren, die Rolle von Fotografie in der Kriminalistik, Konzepte für neuartige Gefängnisse, oder auch die Voraussetzung für Überwachung – die Beobachtung.
Anknüpfend an die vorgestellten Themenbereiche werden eigenständige Projekte entwickelt, die sich beispielsweise mit einer Analyse von persönlichen Daten, dem Hinterlassen von Spuren im Netz, der Rolle des Überwachenden bzw. des Überwachten, einer Videobild-Analyse, einem möglichen Ende der Privatheit, oder einer Zweckentfremdung von Überwachungstechnologie auseinandersetzen.