Vortrag1. Dezember 2020

Isa Rosenberger Künstlerin, Wien

… das weite Land, woher sie kommt

Isa Rosenberger richtet in ihren filmischen, installativen und fotografischen Arbeiten immer wieder den Blick auf vergessene oder verdrängte Geschichte(n), um für diese einen Kontext in der Gegenwart zu eröffnen und damit auch alternative Lesarten von Geschichte (und Gegenwart) zu ermöglichen. Rosenbergers zentrale künstlerische Methode folgt dem Prinzip der Montage, mediale Bilder, Narrationen und Zeitlichkeiten werden einander gegenübergestellt. Die dokumentarische Form erfährt eine multiperspektivische Verdichtung durch das Zusammentreffen von Archivmaterial, Inszenierung, performativer (Wieder)Aufführung oder dialogischem Format im Sinne der Oral History. Im Rahmen partizipativer Settings bezieht Rosenberger verschiedene Akteur_innen, häufig Zeitzeug_innen, mit ein, die mittels Interview oder Nacherzählung (historische) Ereignisse aus einer persönlichen Sicht erfahrbar machen und in unserer Gegenwart aktivieren. Rosenberger konstruiert Erinnerungsräume, die gleichzeitig auch Erfahrungsräume sind. (Georgia Holz)

Isa Rosenberger, geboren 1969 in Salzburg, ist Künstlerin und lebt in Wien, Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien und an der Jan van Eyck Academie in Maastricht (NL). Sie lehrt als Senior Lecturer an der Akademie der bildenden Künste Wien. Einzelausstellungen (Auswahl): 2020 »… das weite Land, woher sie kommt«, Camera Austria, Graz; 2019 »… das weite Land, woher sie kommt«, Kunsthalle Exnergasse, Wien; 2014 »Café Vienne«, Skirball Cultural Center, Los Angeles (US); 2011 »Espiral«, Grazer Kunstverein, Graz; 2009 »Nový Most«, Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Oldenburg (DE); 2008 »Nový Most«, Secession, Wien. Gruppenausstellungen (Auswahl): 2020 »Der Traum von einem Feentempel«, Salzburger Festspiele; 2018 »CrossSections Trilogy«, Kunsthalle Exnergasse, Wien; »30 Jahre Generali Foundation: In Dialog mit 1918 1938 1968«, Museum der Moderne Salzburg; 2017 »Spiegelnde Fenster: Reflexionen von Welt und Selbst«, Belvedere 21, Wien; »Auf ins Ungewisse: Peter Cook, Colin Fournier und das Kunsthaus«, Kunsthaus Graz; 2016 »Bergen Assembly«, Bergen (NO); 2008 erhielt sie den Msgr. Otto Mauer Preis und 2012 den Outstanding Artist Award für Video- und Media Art.

www.isarosenberger.net

Info

ZOOM, Meeting-ID: 968 0632 0449 / Kenncode: 370695

Projekt

TransArts goes KUNSTZELLE III

Bis 8. Mai 2021