Vortrag4. Dezember 2012

Christiane Möbus Künstlerin, Hannover/Berlin

Auf dem Rücken der Tiere

Laute und leise Stücke

Ausgehend von Filmdokumentationen ihrer Ausstellungen spricht Christiane Möbus über ihre Arbeit.

Die Werke von Christiane Möbus setzen sich aus Worten, Fundsachen und gebauten Objekten zusammen, in einer Mischung von Künstlichkeit und Wirklichkeit, die, mal im launischen Plauderton verfasst, mal verwegen akrobatisch, jedoch immer aus genauer Beobachtung, zueinander finden und die sich, aneinander gereiht, wie die Seiten eines Tagebuchs lesen. Sie besitzen eine Sprache, welche die Regeln des Begrifflichen sprengt und in poetische Bilder verlegt. Es sind Bilder persönlicher Erinnerungen, Alltagsvisionen, Rollenspiele, intuitiv verdichtete Konstruktionen mit Raum für Fantasie. Nach wie vor allen Formalismen und Regeln misstrauend, kennt ihr bemerkenswert eigenständiges Werk keine formale Logik und siedelt sich zwischen den begrifflichen Kategorien Skulptur, Objekt oder Installation an. (aus: art-in.de, Kunstmuseum Magdeburg)

Christiane Möbus, 1947 in Celle geboren, lebt in Hannover und Berlin. 1966 Mitarbeiterin als Praktikantin am Institut für Baustoffkunde der Technischen Universität Braunschweig; 1966-70 Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste bei Emil Cimiotti; 1970/71 DAADStipendiatin in New York; 1977-79 Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium; 1978 Villa-Romana-Preis, Florenz; 1980 Bernhard-Sprengel-Preis für Bildende Kunst; 1981 Förderpreis des Kunstkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI); 1981-1982 Gastprofessur an der Hochschule für bildende Kunst, Hamburg; 1982-1990 Professur an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig; 1984-1986 Gaststudium an der Tierärztlichen Hochschule Hannover; 1986 Förderpreis des Kunstpreises Berlin, Akademie der Künste Berlin; 1990 Gastprofessur an der Kunsthochschule Valand, Universität Göteborg; 1993 Niedersachsenpreis; 2001 Kunstpreis der Stadtsparkasse Hannover; seit 1990 Professur an der Universität der Künste, Berlin.

Einzelausstellungen (Auswahl)
1971 Erste institutionelle Einzelausstellung im Paula-Becker-Modersohn-Haus, Bremen; 1980 Wilhelm- Lehmbruck-Museum der Stadt Duisburg; 1983 Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen; 1984 Galerie Rupert Walser, München; 1985 Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach; 1986 Provinciaal Museum Hasselt, Belgien; Forum Kunst, Rottweil; 1988 Galerie Defet, Nürnberg; 1989 Museum Moderne Kunst, Palais Liechtenstein, Wien; 1991 Kunstforum Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; 1994 Hula Hoop, Kunstverein Ludwigsburg; Auf dem Rücken der Tiere, Kunstverein Braunschweig; 1995 Galerie Anselm Dreher, Berlin; 2001 Aus der Erinnerung gerückt, Kunstverein Grafschaft Bentheim, Neuenhaus; 2005 Gestiefelte Katze, Schloss Agathenburg bei Stade; Wanderdünen, Kunsthalle Bremen; Galerie Elke Dröscher, Hamburg; 2007 Auswanderer, Neues Museum, Nürnberg; 2008 Chausseestraße, NBK, Berlin; Paradies, Kunstverein Lippstadt; 2009 Seit Jahrmillionen, Galerie DKM, Duisburg; 2010 Tableau, Galerie Anselm Dreher Berlin; Vorreiterin, Gabriele Münter-Preis, Gropius-Bau, Berlin.

Gruppenausstellungen (Auswahl)
1981 Teilnahme an der XI. Biennale des Jeunes, Paris; 1983 Deutsche Bildhauer der Gegenwart, KunstvereinAugsburg; 2002 Ich bin mein Auto, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Auto-Nom. Das Automobil in der zeitgenössischen Kunst im NRW Forum Kunst und Kultur, Düsseldorf;

http://www.rupertwalser.de/moebuss/Moebus_overview.htm

Info

Rustenschacherallee 2-4
Workshop4. - 7. Dezember 2012

Auf dem Rücken der Tiere

Im Anschluß an den Vortrag "Auf dem Rücken der Tiere", sind die Studierenden aufgefordert, ebenfalls Reflexionen zum Tier zum Thema ihrer künstlerischen Arbeit zu machen.

Das kann, mit zeichnerischen und malerischen Werken beginnend, über fotografische Sammlungen und Bestandsaufnahmen bis zu projektierten Installationen führen, bei denen auch lebendige Tiere eine Rolle spielen können. Das bezieht auch das Tierische im Menschen und den vermenschlichenden Blick auf das Tier mit ein.

Vortrag

Timm Ulrichs

Ich stelle mich/mir vor

4. April 2017, 17 Uhr