Vortrag22. April 2013

Anna Jermolaewa Künstlerin, Wien

Einführung in die Sammlung des Österreichischen Filmmuseums

mit Anna Jermolaewa

Es werden Filme bzw. Filmausschnitte von Kurt Kren, Andy Warhol, Martin Arnold, Jonas Mekas, Dziga Vertov und Jean Genet gezeigt.

Der Vortrag und die Filmvorführung sind auch gleichzeitig der Einstieg in den Workshop Alone in an atelier / Performance für die Kamera von Anna Jermolaewa in der Klasse TransArts. Im Zuge dieses Workshops werden am Montag Nachmittag noch weitere Filme, die im Filmmuseum nicht verfügbar waren, in der Klasse gezeigt und besprochen.

Anna Jermolaewa, geboren 1970 in St. Petersburg, Russland, lebt und arbeitet in Wien. 1998 Diplom an der Universität Wien (Fakultät für Kunstgeschichte); 2002 Diplom an der Akademie der bildenden Künste, Wien (Malerei, Graphik & Neue Medien).
Unter anderem hatte sie Einzelausstellungen in der Kunsthalle Krems (2012), im Salzburger Kunstverein (2012), im Institute of Contemporary Art, Sofia (2011), Kunstverein Friedrichshafen (2009), XL Gallery Moscow (2008), Museum moderner Kunst, Passau (2004), Magazin 4, Bregenz (2002), Blickle Stiftung (2002), Institute of Visual Arts, Milwaukee (2000) und war an mehreren internationalen Gruppenausstellungen beteiligt, wie zum Beispiel im ZKM / Museum für neue Kunst, Karlsruhe (2011), National Centre for Contemporary Arts, Moskau (2009), Herzliya Museum of Contemporary Art, Tel-Aviv (2008), Mumok, Wien (2005), Kiasma's Collection, Helsinki (2005), Sprengel Museum, Hannover (2003), Frankfurter Kunstverein (2002), Stedelijk Museum (2001) und Venedig Biennale (1999)

www.jermolaewa.com
www.filmmuseum.at

Info

Österreichisches Filmmuseum
Augustinerstraße 1, 1010 Wien
Workshop22. - 25. April 2013

Alone in an atelier / Performance für die Kamera

Kaum ein Medium lässt sich derart genau auf seine Geburtsstunde zurückverfolgen wie die Videokunst. Nam June Paik kaufte im Oktober 1965 aus einem Schaufenster in N.Y. die erste tragbare Videokamera, eine Sony Partapak, stieg in ein Taxi und begann sofort zu filmen. Am gleichen Abend, in einem Greenwich Village Cafe, präsentierte er seinen KünstlerkollegInnen die ersten Ergebnisse. Dieser Tag gilt als Ausgangspunkt des Mediums Video.

Nach und nach begannen KünstlerInnen die Videokamera einzusetzen, um ihre Performances festzuhalten. Viele Performances entstanden nur für die Kamera, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. KünstlerInnen entdeckten die sofortige Verfügbarkeit der Videobilder und ihre gleichzeitige Manipulationsmöglichkeit und machten sich dies zunutze. So entstanden sogenannte Closed-circuit-Situationen, die auf der Gleichzeitigkeit von Realität und Abbild basieren - unter Verwendung der live filmenden Videokamera, die direkt mit dem Abbildungsmedium (zum Beispiel einem Monitor) verbunden ist.

Es werden historische Beispiele vorgestellt und besprochen, u.a. von Bruce Nauman, Vito Acconci, Chris Burden, William Wegman, Steve McQueen, Sanja Ivecovic, Fischli und Weiss, Peter Campus, Blue Noses, Bas Jan Ader, Carsten Hoeller, Guy Ben-Ner.

Im Workshop sollen auch eigenständige Arbeiten in kleinen Gruppen realisiert werden.

Weitere Aktivitäten

Vortrag

Timm Ulrichs

Ich stelle mich/mir vor

4. April 2017, 17 Uhr